Gentrifizierung in Ehrenfeld? Wir bleiben!

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CINENOVA, JACK IN THE BOX und Allerweltshaus berichten

Mo, 8. April 2019 - 19.00 Uhr

Gäste: Bezirksbürgermeister Josef Wirges, Vertreter*in der Stadt Köln angefragt

Allerweltshaus

Die kulturelle, soziale und politische Vielfalt von Ehrenfeld ist von Gentrifizierung bedroht. Müssen das Cinenova, der Verein „JACK IN THE BOX e.V“ und Allerweltshaus, die das Gesicht Ehrenfelds prägen, demnächst verschwinden?
Gemeinsam erklären sie: Wir bleiben!

Hier geht zum Flyer (wird aktuallisiert)/ Facebook-Event

 
CINENOVA
Das CINENOVA bietet in Ehrenfeld einen Treffpunkt für Filmbegeisterte und wird an diesem Standort seit mehr als 20 Jahren als Familienbetrieb geführt. Das Grundstück wurde nun im Jahre 2015 von einem Investor, der Objekt VL GmbH & Co. KG mit Sitz in Frankfurt übernommen, die mit dem Grundstück ganz andere Pläne hat und wesentlich mehr Profit erzielen will. Das CINENOVA steht diesen Plänen im Weg. Die schnell eingereichte Räumungsklage des neuen Vermieters wurde nun schon in zweiter und letzter Instanz vom Oberlandesgericht Köln abgewiesen, da ein wirksamer Mietvertrag vorliegt und kein Grund zu dessen Beendigung besteht. Nun versucht der neue Eigentümer, dem Kino die Parkplätze zu nehmen, in dem er die Preise zu Kinozeiten in seinem Parkhaus nebenan drastisch erhöht. Auch die Nebenkostenabrechnungen sind seit dem Eigentümerwechsel und vor allem seit der Übergabe an die neue Verwaltung „Immobilienverwaltung Fox“ unverhältnismäßig gestiegen, fehlerhaft und nicht nachvollziehbar.
 
JACK IN THE BOX e.V.:                                                                        
In 2018 geriet eine weitere über Ehrenfeld hinaus bedeutende kulturelle Spielstätte in eine existentielle Krise: JACK IN THE BOX musste 2016 seinen Standort verlassen und kämpft seitdem verzweifelt um seine Rückkehr.
 
Allerweltshaus:
30 Jahre Allerweltshaus – jetzt erst recht! Dieser Slogan für die Jubiläumsveranstaltungen hat einen traurigen Hintergrund: 2015 verkündeten die neuen Privateigentümer, wie sehr sie sich auf die Zukunft mit dem Allerweltshaus freuen. Seitdem verhandelt der Allerweltshaus e.V. mit ihnen über ihr Vorhaben, einen Teil der Immobilie in der Körnerstraße abzureißen und neu zu bauen.
Dies würde für das im Quartier fest verwurzelte, engagierte Interkulturelle Zentrum zu einer untragbaren Miete führen. Lösungsvorschläge des Vereins werden von den neuen Eigentümern ausgesessen.
 
Einerseits werben die Immobilienhaie mit dem alternativen Flair von Ehrenfeld, andererseits vertreiben sie gnadenlos alt eingesessene Bewohner*innen und Initiativen und zerstören so die kreative Vielfalt des Stadtteils.Welche Strategien verfolgt die Stadt, wie unterstützt sie diejenigen, die sich gegen ihre Vertreibung zur Wehr setzten? Gibt es Ideen für gemeinsame Aktionsformen? Um all das geht es in der Veranstaltung am 8.4.