STIMMEN AFRIKAS - Aya Cissoko (Mali/Frankreich) - Ma

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Do, 12. April 2018 - 19:00 Uhr

Rautenstrauch-Joest-Museum, Bibliothek 1. OG

8€, 5€ erm.

© Jean-Baptiste Pellerin
 
 
Angela Spizig moderiert die Lesung und das Gespräch,
Heidrun Grote liest aus dem Roman vor.
 
MA aus dem Französischen von Beate Thill, Verlag Wunderhorn 2017
 

Eine Veranstaltung von stimmen afrikas im Rahmen der neuen Reihe "Werte und Wertbilder - Familiengeschichten aus Afrika 2018".

 

 Aya Cissoko wurde 1978 in Frankreich geboren. Ihre Eltern kamen Anfang der 1970er Jahre aus Afrika (Mali) nach Frankreich. 1986 kommen ihr Vater und ihre Schwester bei einem Brandanschlag in Paris ums Leben. Sie entdeckt das Boxen für sich als Rückzugsort und wird 2006 Box-Weltmeisterin. Ein Bruch der Wirbelsäule beendet 2010 abrupt ihre Boxkarriere. 2011 veröffentlicht sie (zusammen mit Marie Desplechin) ihr erstes Buch, ihre Autobiografie danbé, die unter dem Titel Wohin ich gehe verfilmt wird. Sie studierte Politikwissenschaften am Institut d’études politiques in Paris. 2016 erschien ihr zweites Buch n’ba (Ma). Cissoko lebt in Paris.

 

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Im Zentrum des Romans steht die Mutter, Massiré Dansira, die im Alter von 15 Jahren aus Mali nach Frankreich eingewandert ist und – nach dem Tod ihres Mannes – als Alleinerziehende mit den Widrigkeiten des Lebens und vor allem mit der von Männern beherrschten Welt ihrer Stammesherkunft zu kämpfen hat. Sie bietet alles auf, was sie einmal in Mali gelernt hat, um aus ihren Kindern anständige und aufrechte Menschen zu machen: auf Bambara danbé: Würde, Charakterstärke, Respekt vor Traditionen, Kampfgeist.

Die Tochter und Ich-Erzählerin lebt ihrerseits im ständigen Kampf mit ihrer Mutter. Sie wächst in Paris als modernes Mädchen auf und muss den Widerspruch zwischen den traditionellen Werten und Anforderungen der familiären Herkunft und denen der französischen Gesellschaft bewältigen. Als Jugendliche hält sie die Maximen aus Afrika für völlig fehl am Platze. Aus ihrem Kampf macht sie eine Profession: sie wird eine erfolgreiche Boxerin.

Ma ist die Geschichte einer mutigen Frau, die Liebeserklärung einer Tochter an ihre Mutter, die sie bei allem pubertären Widerstand für ihre Würde, Aufrichtigkeit und menschliche Stärke bewundert. 

 
 
 
 
 
In Kooperation mit:
Rautenstrauch-Joest Museum rjm logo
Museumsgesellschaft RJM  museumsgesellschaft
Institut Français if logo-rvb
Deutsch-Malischer Interkultureller Verein  aima
 
 
Gefördert von:
Kunststiftung NRW  knrw logo s
 
Stadt Köln  stadt koln

 

Eine Veranstaltung des Projekts "Stimmen Afrikas"